Splitt ist im Pflasterbau wichtig, aber oft missverstanden. Er gleicht kleine Unebenheiten aus, bildet die Bettung für Steine oder Platten und kann als Fugenmaterial dienen. Er ist jedoch nicht die tragende Schicht. Wenn du Splitt falsch einsetzt, kann eine Fläche trotz guter Steine kippen oder absacken.
Was Splitt von Kies unterscheidet
Splitt ist gebrochen und kantig. Dadurch verzahnt er sich besser als rundes Material. Für Bettung und Fugen kann das vorteilhaft sein, weil die Oberfläche stabiler bleibt.
Die genaue Körnung richtet sich nach Steinformat, Fugenbreite, Aufbau und Hersteller- oder Regelvorgaben. Pauschale Empfehlungen ersetzen keine Projektprüfung.
Bettung ist keine Tragschicht
Die Bettung soll kleine Unebenheiten ausgleichen und eine gleichmäßige Auflage schaffen. Wenn sie zu dick eingebaut wird, kann sie sich unter Last bewegen. Die Tragfähigkeit muss aus dem Unterbau kommen.
Dieser Fehler ist häufig: Man spart an Schotter oder Mineralgemisch und versucht, Höhe mit Splitt auszugleichen. Das führt oft zu Setzungen.
Fugenmaterial passend wählen
Fugen stabilisieren den Verband und beeinflussen Wasserführung und Pflege. Feines Material kann ausgespült werden, zu grobes Material passt nicht in schmale Fugen.
Bei versickerungsfähigen Flächen ist die Abstimmung besonders wichtig. Oberfläche, Fugen, Bettung und Tragschicht müssen gemeinsam funktionieren.
Einbaufehler vermeiden
Ziehe die Bettung gleichmäßig ab und belaste sie nicht unnötig vor dem Verlegen. Vermeide Verunreinigungen durch Erde oder Feinmaterial. Prüfe Randabschlüsse, Gefälle und Anschlüsse an Gebäude oder Entwässerung.
Gerade kleine Fehler zeigen sich später als Kippeln, Fugenverlust oder stehendes Wasser.
Was du beim Kauf angeben solltest
Nenne Verwendungszweck, Pflaster- oder Plattenart, Fläche, Aufbau und gewünschte Körnung. Wenn du eine Fläche nach Vorgabe baust, orientiere dich an Planung, Produktdaten und Leistungsverzeichnis.
Für reine Zierflächen gelten andere Kriterien als für belastete Pflasterflächen.